Montag, 18. Februar 2008

Chinawhites, IZIT-U and the f***ing most expensive beer on earth

Das Chinawhites. Club am Piccadilly Circus. Aufwendiges asiatisches Dekor. Promiabsteige. Und wir auf der Gästeliste. Wha'?
Ok, der Reihe nach. Wie schon mehrfach gesagt, hab ich 3 Mitbewohner: Nick, Dave und Ollie. Nick arbeitet für eine Kopierer- und Drucker Firma namens Ricoh, zeigt quasi Ahnungslosen, wo der on/off-Knopf ist und wie man Papier nachfüllt. Dave ist der Grafikdesigner, mit dem ich/wir unzählige Filme in unserer Lounge geschaut haben und jede Menge Spaß hatten und immernoch haben in den (Gay)Clubs und Pubs von Soho - er ist leider ausgezogen Anfang Februar, wohnt aber um die Ecke. Dafür bin ich in sein Zimmer umgezogen und Annie in mein altes Zimmer eingezogen. Weibliche Verstärkung. Deutsch-Französisch-Lehrerin und sehr sympatisch! Ollie ist Musiker und übt nachtsüber Bass, sodass man im Halbschlaf manchmal mit den Zehen den Takt aufnimmt - und schläft tagsüber auf dem Boden in seinem Zimmer. Abends spielt er meistens Gigs, zu denen wir manchmal eingeladen werden... So auch am 21.01. ins Chinawhites in Central London.
Hab mir also Leene (wie sollte es anders sein?) und Dave geschnappt...Dave hatte eigentlich gar keinen Bock und war müde von der Arbeit, aber die 50 p Münze hatte gnadenlos entschieden, dass er mit muss. Wir waren also pünktlich vorm Chinawhites an der Spitze der Queue. Um 9 pm durften wir rein und fingen an, uns nach Prominenten und Ollie umzusehen. Ollie hatten wir ziemlich schnell gefunden. Außerdem nen Typen, der definitiv den ultimativen Billy-Idol-Look-a-like-Contest gewonnen hätte und gleichzeitig Ollies Vater hätte sein können. War er nicht, wie sich später herausstellte... Never mind. Amy Winehouse war wahrscheinlich grad in irgendnem Krankenhaus auf Entzug und nur deshalb nicht da. Aber die ganze Sache mit der is sowieso fragwürdig, weil mittlerweile jeder zweite Club in London angeblich zu ihren Favourites gehört. Wahrscheinlich geht sie nach: Gib es Alkohol und Drogen dort? Ok, ich mag es...
Naja, bevor es losging erstmal n Bier (ups, ich bemerke grad Ähnlichkeiten zu Amy Winehouse...) - Heinekken, weils kein Becks gab. Schnittige Aluflaschen, kühl. Jetzt nur noch bezahlen... Ähhh. Stop, Moment. What did she say, Dave? Ich dachte, ich wär Lost in Translation... oder so. 10 bloody pounds for two half pints beer? For f***s sake... Es hatte sich grad von selbst bewiesen, dass wir 1. in London 2. am Piccadilly Circus und 3. in ner Promiabsteige sind. Das wirklich mit Abstand teuerste Bier, dass ich je gekauft hab - und es schmeckte noch nich mal besonders...
Dieses Bier blieb das erste und einzige für diesen Abend (ist also nicht der Grund für verwackelte Fotos) und wir widmeten uns der Musik...wobei es echt cool war, meinen flatmate samt Band IZIT-U "on stage" zu sehn..! Am Mittwoch spielen sie am No. 1 Leicester Square und das werd ich mir nicht entgehen lassen - und Ninchen wird gnadenlos mitgeschleift, ob sie will oder nicht :-)...
Zum Schluss noch die Ladies toilets... Eine der krassesten, die ich bis jetzt hier gesehen hab. An die komplette Ausstattung mit 30 verschiedenen Parfumfläschchen, Seifen und Handcremes, Kaugummies in allen Variationen (es gibt Menschen, die mich verstehen...) und indische Cleaning Lady in nettem Schwarz, die einem die vorgewärmten Handtücher reicht, hatte ich mich ja mittlerweile gewöhnt... Aber hier gab es sogar anstelle richtiger Waschbecken ein langes "Kastenartiges" (ups, mit kastenartig und der indischen Putzfrau sollte ich vielleicht aufpassen... ;-) ), das aufgefüllt was mit großen hellgrauen Kieselsteinen, in denen das Wasser versickerte... Dazu gab es in einer Vitrine mit glitzernden Steinen und bunten Perlen besetzte Feuerzeuge und Täschchen... Alles was eine Dame von Welt also dringend zu gebrauchen scheint...

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