Gleich an dem Freitag nach dem Krimiabend-Dienstag bekam ich erneut Besuch von Jens. Nach der vorweihnachtlichen Sightseeing und Shopping tour diesmal mit weniger vollem Plan im Gepäck... Nur das Science Museum, nochmal das British Museum und die riesige Foyle's Buchhandlung zwischen Tottenham Court Road und Leicester Square.
Freitagabend ging es nach dem Dinner im Hare & Tortoise (Leene, langsam sollten wir Anteileigentümer des Schuppens sein, so oft wie wir dort sind und unsere Gäste mitnehmen...) erstmal auf ein Willkommensbier in den Fox, wobei wir leider zu spät kamen für ein leckeres Timothy Taylor's Landlord, das wir bei unserer privaten Bierverkostung lieben gelernt haben... Deshalb ein Becks aus der Flasche.
Für den nächsten Morgen gab es folgendes Programm: Aufstehen, Kaffee, Science Museum, National History Museum... Dieser geniale Plan wurde dann erstmal vom Transport of London durchkreuzt. Wie am Wochenende üblich werden nämlich gern mal Tube lines einfach geschlossen wegen planned engineering works... So auch gern mal die Verbindung zwischen Acton Town und Hammersmith dicht machen und alle customers über replacement Busse umleiten. Doch! Das Warten auf den Bus, bei dem man unsagbares Gedränge, Geschubse, Gefluche erwarten würde, war letztendlich doch viel angenehmer als gedacht. Denn! In England fröhnt man einer Leidenschaft, die mir so noch nirgendwo anders auf der Welt begegnet ist: queueing. Sich in einer Reihe aufstellen und darauf warten, dass man bedient wird/der Bus kommt. Selbst bei McDonald stehen die, die gerade bedient werden vorne an den Tresen und alle anderen warten hinter einer unsichtbaren gedachten Linie. Jeder hat unterbewusst genau im Kopf, wer der Nächste ist, der dran kommt und würde es nicht im Traum wagen, sich vorzudrängeln. Denn auf dieses sogenannte Queue-jumping steht hier die "Todesstrafe". Markerschütternde Blicke, die töten können. Außerdem gilt man schon als einzelne Person am Bus stop als der Beginn einer Schlange. Es ist mirakulös. Auf dem Foto sieht man die längste Queue, die ich bisher gesehen hab. Hunderte von Menschen und Jens mittendrin :-)
Am Science Museum angekommen, gab es sofort einiges zu sehen. Denn entgegen meiner Erwartungen und gemäß der Kritiken meiner Freunde, ist es ein wirklich tolles und dringend zu besuchendes Museum. Neben der ersten Mondlandesphere findet man auch den ersten Computer, die erste Eisenbahn, ein von Mika Häkkinens gecrashten Formel-1-Autos, das weltweit erste Telefon von Graham Bell und unzählige weitere technische Erfindungen, die die Welt verändert haben. Auch ein I-MAX 3D Kino, in das wir beide schon immer einmal wollten. Ein netter Film über Mumien im alten Ägypten zu dem man 3D-Riesenbrillen aufziehen muss. Das sie jeder aufhat, fühlt man sich in der großen Masse auch nicht mehr ganz so lächerlich ;-)... Eigentlich sieht man auch ganz witzig aus, obwohl ich mir für meine nächste Brille vielleicht ein kleineres Modell aussuchen würde. Diese große ist wahrscheinlich nicht sehr flattering....
Und auch ein sehr futuristisches Café und Restaurant, in dem man sich doch schon sehr in ein anderes zukünftiges Zeitalter versetzt fühlt. Doch auf den von unten leuchtenden Tischen kriegt man vielleicht Gott-sei-Dank sehr leckeres Essen aus unserer Zeit serviert. Also Pizza und Burger mit Chips anstatt Flüssignahrung aus Plastikbeuteln...
Anhand der Tube map, die hier vor mir liegt entschieden wir uns spontan noch einen weiteren Superlativ zu erkunden. Der längste escalator (Rolltreppe) in Westeuropa ist in London's Angel Tube Station auf der Northern Line zu finden. Also nichts wie hin und die ganze Strecke mindestens einmal hoch und runter fahren. Bei der Fahrt wird ein Höhenunterschied von sage und schreibe fast 30m überwunden und es gibt Leute, die ihn mit Skiern runterfahren (Video auf YouTube). Das haben wir dann lieber gelassen.
Danach ein Abstecher zum Foyles, wo ich meinem liebgewonnenen Freund, dem Maulwurf, der wissen wollte, wer ihm auf den Kopf gemacht hat, einen zweiten Besuch abstatten konnte. Das ist nämlich wirklich ein deutsches Kinderbuch, bei dem die Kleinen verschiedenste Arten von Tiersch**** kennen lernen. Natürlich wunderbar pädagogisch aufgearbeitet. Mittlerweile in 27 Sprachen übersetzt. Unglaublich.
Im Foyle's steht jedenfalls eine überlebensgroße Plüschfigur des Maulwurfs und Anfang Februar war dieser noch komplett bestückt samt Kotkopfbedeckung.
Doch nur 4 Wochen später sah er um einiges trauriger aus. Völlig zurechtgelegen und hingefletzt UND vor allem nicht mehr komplett. Jetzt stellt sich nur noch die Frage: Was ist passiert? Liegt es an der Prüderie der Briten oder hat sich jemand einen Scherz erlaubt? Wenn dann einen sehr schlechten...
Scherzen tut man hier ja bekanntlich gern - und so stolpert man hin und wieder über witzige Kleinigkeiten in Augenhöhe und above the eye level. So hat man der riesigen Freddie Mercury Statue am Musicaltheater einen großen "Plastic ain't my bag"-Beutel an den Arm gehängt. Die gibts hier auch in klein und man kauft sich so einen Beutel, um ein Statement in Richtung Umweltschutz zu geben. Die Briten benutzen nämlich jährlich 10 Billionen Plastikbeutel, weil man sie in jedem Supermarkt für lau hinterhergeschmissen kriegt - außer bei Lidl, aber die Bande ist auch Deutsch.
Mit der Tube wieder heim und eine Gelegenheit meine Fähigkeit im "Wie mache ich witzige und künstlerisch ansprechende Fotos in der Tube unter Einbeziehung der gewölbten Scheiben, bei denen sich so lustig das Spiegelbild verzerrt" weiter zu entwickeln.
Am Ealing Broadway dann in die Gourmet Burger Kitchen, die laut Time Out Magazine die besten Burger der Stadt machen. Sie sind wirklich sehr lecker und mit Sicherheit die höchsten Burger. So hoch, dass sie mittels langer Holzspieße vorm umkippen bewahrt werden müssen. Skeptische Blicke von Jens. Wie isst man diese Biester? Mein Tipp: Ihn vom Mittelpunkt (Holzspieß) ausgehend mit einem sauberen Schnitt in zwei Hälften teilen. Und dann... sehen was passiert.
Bevor sich Jens nach einem erlebnisreichen Wochenende am Sonntag wieder nach Cambridgeshire aufmachte, mussten wir noch mal ins New Inn auf ein Roast Dinner inklusive Yorkshire Pudding, mein absoluter Favorit.
Und wieder endet ein Blogeintrag im Pub und mit einem Bier, stimmt's Leene...? Und: Langsam wird jetzt auch der Besuch in Cambridgeshire fällig, stimmt's Jens...?
Und auch ein sehr futuristisches Café und Restaurant, in dem man sich doch schon sehr in ein anderes zukünftiges Zeitalter versetzt fühlt. Doch auf den von unten leuchtenden Tischen kriegt man vielleicht Gott-sei-Dank sehr leckeres Essen aus unserer Zeit serviert. Also Pizza und Burger mit Chips anstatt Flüssignahrung aus Plastikbeuteln...

Anhand der Tube map, die hier vor mir liegt entschieden wir uns spontan noch einen weiteren Superlativ zu erkunden. Der längste escalator (Rolltreppe) in Westeuropa ist in London's Angel Tube Station auf der Northern Line zu finden. Also nichts wie hin und die ganze Strecke mindestens einmal hoch und runter fahren. Bei der Fahrt wird ein Höhenunterschied von sage und schreibe fast 30m überwunden und es gibt Leute, die ihn mit Skiern runterfahren (Video auf YouTube). Das haben wir dann lieber gelassen.
Im Foyle's steht jedenfalls eine überlebensgroße Plüschfigur des Maulwurfs und Anfang Februar war dieser noch komplett bestückt samt Kotkopfbedeckung.
Doch nur 4 Wochen später sah er um einiges trauriger aus. Völlig zurechtgelegen und hingefletzt UND vor allem nicht mehr komplett. Jetzt stellt sich nur noch die Frage: Was ist passiert? Liegt es an der Prüderie der Briten oder hat sich jemand einen Scherz erlaubt? Wenn dann einen sehr schlechten...
Scherzen tut man hier ja bekanntlich gern - und so stolpert man hin und wieder über witzige Kleinigkeiten in Augenhöhe und above the eye level. So hat man der riesigen Freddie Mercury Statue am Musicaltheater einen großen "Plastic ain't my bag"-Beutel an den Arm gehängt. Die gibts hier auch in klein und man kauft sich so einen Beutel, um ein Statement in Richtung Umweltschutz zu geben. Die Briten benutzen nämlich jährlich 10 Billionen Plastikbeutel, weil man sie in jedem Supermarkt für lau hinterhergeschmissen kriegt - außer bei Lidl, aber die Bande ist auch Deutsch.
Mit der Tube wieder heim und eine Gelegenheit meine Fähigkeit im "Wie mache ich witzige und künstlerisch ansprechende Fotos in der Tube unter Einbeziehung der gewölbten Scheiben, bei denen sich so lustig das Spiegelbild verzerrt" weiter zu entwickeln.
Am Ealing Broadway dann in die Gourmet Burger Kitchen, die laut Time Out Magazine die besten Burger der Stadt machen. Sie sind wirklich sehr lecker und mit Sicherheit die höchsten Burger. So hoch, dass sie mittels langer Holzspieße vorm umkippen bewahrt werden müssen. Skeptische Blicke von Jens. Wie isst man diese Biester? Mein Tipp: Ihn vom Mittelpunkt (Holzspieß) ausgehend mit einem sauberen Schnitt in zwei Hälften teilen. Und dann... sehen was passiert.
Bevor sich Jens nach einem erlebnisreichen Wochenende am Sonntag wieder nach Cambridgeshire aufmachte, mussten wir noch mal ins New Inn auf ein Roast Dinner inklusive Yorkshire Pudding, mein absoluter Favorit.
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